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02.04.-26.05.2019 "Alterocentric Eudaimonia"
Kunststation St. Peter, Cologne, Germany


Aljoscha, bioism, biofuturism

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Alterocentric Eudaimonia spiegelt die universelle Bestrebung nach Glück wieder und ist ein Beitrag zur Welt- und Ich-Erfassung mittels biofuturistischer ästhetischer Erfahrung.

Als Modell eines Zukunftswesens löst die Installation eine polyästhetische Erfahrung aus und versetzt den Betrachter somit sinnlich in einen unerwarteten Zustand der Neugierde und Glückseligkeit.

Installation und Gesellschaft als Wesen

Die große Rauminstallation in transluzent leuchtendem Blau aus Acrylglas inszeniert einen Überfall von vitalen Kräften im Raum und strahlt futuristische Erhabenheit und Glückseligkeit aus. Eine Schar von 33 aneinandergereihten, beinahe schwerelosen Elementen verbindet sich zu einem Organismus, der wie durch einen inneren Impuls Auftrieb zu erhalten scheint.

Diese Selbstorganisation wie bei einem lebenden Gesellschaftswesen bewirkt den Zusammenhalt: eine prototypische Gemeinschaft als Es aus einzelnen Individuen, die sich untereinander verbinden und gleichzeitig eine Relation zur Umwelt eingehen. Alterocentric Eudaimonia erklärt durch diese Ultravernetztheit unsere Gesellschaft als Verhaltungsmaß zu einander, als Gesamtkörper und als einer daraus resultierenden Idee.

Der scheinbar schwerelos in Luft schwebende Organismus entfaltet sich in einer komplexen Morphologie, in der sich konkave und konvexe Elemente dynamisch abwechseln und einen Eindruck von fließend-pulsierender Bewegung und Vitalität erzeugen. Die Alterocentric Eudaimonia soll sich in einer meditativen Gestik über die zwei Geschosse von Sankt Peter erstrecken und durch ihre fremde außerirdische Ästhetik faszinieren, welche zwar eine Flut an Assoziationen im Bereich der Natur, Biologie und Organik auslöst, jedoch keine konkreten Vorbilder in der Umwelt besitzt. Denn es handelt sich um eine konzeptuelle und gestalterische Neuschöpfung, gleichfalls wie eine biofuturistische Neukunstausrichtung, und dient als utopisches Modell von neuartigen erdachten Lebensformen.

Während gerade jetzt die ersten Protoorganismen in biosynthetischen Laboren kreiert werden, verlässt sich die visuelle Avantgarde auf ihre intuitiv-forschende Arbeitsweise und erschafft in diesem Experiment mit synthetischer Malerei, explizit aus Pigmenten und Acrylglas, eine nie dagewesene extrem komplexe und formreiche Erkenntnis-Synthese.

Im Entstehungsprozess durch Erhitzen und Formen des Acrylglases erhalten die Einzelteile eine unwiederholbare unikale Form, die aus der unendlichen Menge an Möglichkeiten, zu denen die Materie selbst prädestiniert ist, konstruiert wird – das skulpturale Gebilde erscheint dual: erst als Vision und später im Material, ähnlich wie im biologischen Prozess der Morphogenese.

Im zielstrebigen Entwerfen von Einzelteilen liegt bereits die alles verbindende Gesamtidee. Das Experimentieren, Entwerfen, Komponieren und Arrangieren gehören dabei zu universalen Eigenschaften, die aus den Naturwissenschaften und der Musik in diese Installation migriert sind. An der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft angesiedelt, tragen sie zur Gründung eines neuen kulturellen Artefaktes bei. Die Objekte entstehen zwar mit konkreter Planung, verlieren jedoch keineswegs ihre eigenen, intuitiven und offenen Merkmale und strahlen eine fast außerirdische Anziehungskraft des performativen Potenzials der Materie aus.

Dadurch wird hier mehrfach „die Erfindung von Form als Wesen“ manifestiert, womit nicht nur neue, auratische und singuläre Ästhetiken, sondern eine vollkommen neue zukunftsweisende Gesamtidentität erschaffen wird. Die Installation Alterocentric Eudaimonia kann ebenfalls als darin eingebetteter Makrokosmos begriffen werden: leuchtendes Blau und Pink als Fülle an Unerwartetem, Leichtigkeit, bizarre Dynamik – in ihrer Gesamtheit eine kaum begreifliche Komplexität unseres Lebens.



Kunststation St. Peter: Alterocentric Eudaimonia